Mittwoch, 30. August 2017

Tag 22 - Die erste Wanderung

Auch wenn die Campsite hier auf den ersten Blick nicht schön zu sein scheint, sind wir dennoch auf über 2000 m an einem See und wir befinden uns im Lassen Volcano Nationalpark. Und dieser ist echt schön und eigentlich gibt es viel zu entdecken und sehen. Nur wussten wir das leider vorher nicht...



Wir starteten den Tag mjt mit einem Bad am See, wobei Greta + Gustav eher bestrebt waren, Baumrinden ins Wasser zu werfen, statt zu baden. Und nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf ging es dann auf zu ihrer ersten Wanderung. Bevor wir morgen früh (wenn alles klappt) einen 2,5 km "Marsch" mit den beiden durchführen, sollten es heut zum Testen nur 1,1 km sein. Ziel war der "Cold Boiling Lake" - ein See auf 2260 m Höhe, in dem vereinzelt Gasblasen aufsteigen. Also Rucksäcke geschnallt und auf gings...



Zur unseren wenigen Verwunderung tat Greta, daß was sie immer tut, laufen, stehenbleiben und jeden Stein  auf Bissfestigkeit überprüfen. Gustav hingegen zeigte ständig an:"Warum sollte ich laufen? Ich habe doch jemanden, der mich tragen könnte."  Mmh, und so  war es dann auf dem 45 minütigen Hinweg auch - Greta lief viel, Gustav eher weniger.




Am See angekommen waren beide wohl aufgrund des unerwarteten Grüns echt sprachlos. Wir verbrachten eine halbe Stunde dort und die Ruhe und der Blick waren äußerst angenehm.




Der Rückweg war dann schneller - beide hatten auf unseren Schultern ihren Spass. Am Ende hielten wir noch kurz unsere Füße in den kalten Kings Creek - für André war das nix :) Und einen Grund für Gustavs Ningelichskeit der letzten Tage fanden wir auch noch - er bekommt 4 Zähne - die Lücken schließen sich :)





Und so kamen wir halb 7 am Campground an, parkten das Wohnmobil dieses Mal andersherum - und der Kühlschrank läuft wieder. Mittlerweile gefällt uns sogar der Stellplatz und eigentlich ist es schade, dass wir morgen schon weitermüssen.

Zum Abschluss des Tages gingen wir dann noch ein Stück am See entlang und genossen die herrliche Dämmerung...





Und nun sitzen wir hier bei unserem ersten richtigen Lagerfeuer, was funktioniert (das Holz wurde gespendet von unseren netten Nachbarn), und überlegen, ob wir nicht doch noch einen Tag länger bleiben. Eigentlich wollen wir morgen früh zeitig raus...

Dienstag, 29. August 2017

Tag 21 - Medicine Lake

Da wir ja nun seit gestern "Höhlenexperten" sind, wollten wir, wenn wir schon einmal da sind, noch eine besichtigen. Deshalb standen wir um 7 auf - nun das war der Plan. Aufgrund eines Akkumangels von Nadine iPhone klingelte kein Wecker und es wurde um 9. Halb so wild - kurz nach 10 verließen wir unsere schöne Campingsite und fuhren zur "Skull Cave", die uns gestern im Visitor Center für uns 4 empfohlen wurde. Diese tragt ihren Namen jedoch nicht, weil sie so aussieht, eher weil darin zwei menschliche Schädel gefunden wurden. Interessant ist die die Höhle eher wegen ihrer Größe (sie besteht eigentlich aus 3 übereinander liegen Lavaröhren und einer Eisschicht, die bei der tiefsten Röhre ganzjährig am Boden zu sehen ist - das Bild verdeutlicht es eher.



Also packten wir die beiden warm ein, Gustav kam in die Manduca und Greta trug André auf dem Arm. Und ab ging es. Zunächst 100 m auf gepflastertem Weg mit noch etwas Restlicht vom Eingang, dann über Treppen hinunter zur einer sicheren Plattform über der Eisschicht, wo es stockdunkel war. Greta schien das wie immer nicht zu stören, sie wollte eigentlich lieber selber "erkunden" - Gustav war aber auch ganz tapfer, lediglich ein paarmal schien es ihm unheimlich zu sein.






Auf dem Rückweg durfte Greta dann nach den Stufen auch selbst laufen und Gustav tat es ihr kurze Zeit später gleich - immer Richtung Licht :) Und nach 15 Minuten war der Höhlenausflug auch beendet.

Danach besuchten wir kurz den Mammoth Krater, Überrest des Lavasees, der einen Großteil der Lavaröhren schuf. Und dann ging es weiter zum Medicine Lake, wo wir Baden wollten.



Laut Ranger ist die Strasse für Wohnmobile machbar und teilweise auch asphaltiert - naja. Bestätigen können wir das nicht wirklich. Sie ist zwar eben, aber eher ne Rüttelplatte. Wir wurden ganz schön durchgeschüttelt und als wir dann nach 45 Minuten am Medicine Lake ankamen und den Kühlschrank öffneten, kam die Hälfte entgegen :)



Aber dann ging es ans Baden - erstaunlich warmes Wasser und heute war Greta eher die Wasserratte als Gustav.







Unser heutiger Campingplatz liegt nun im Lassen Volcanic National Park. Bis dahin waren es dann noch 2 h Fahrt, welche am Ende schöne Blicke auf den Lassen Peak zuließ. Leider ist der Campground am Summit Lake nicht so, wie es beim Buchen den Anschein machte. Der kleine See auf 2000 m Höhe ist zwar schön , aber unser Platz ist für das Wohnmobil eher ungeeignet, wir stehen zudem schräg, was mal wieder ein Nichtfunktionieren des Kühlschranks nach sich zieht (wir parken morgen bestimmt nochmal um) . Aber die beiden Nächte hier wirds gehen - zumal sich hier Nachts ein unglaublich guter Sternenhimmel präsentiert...



Montag, 28. August 2017

Tag 20 - Lava Beds National Monument

Der größte Teil dieser Reise war ja geplant. Sei es Mt. St. Helens, die Fahrt vorbei am Mt. Hood oder auch Crater Lake. Ein paar Tage waren jedoch offen - einer war z.B. der herrliche Takhlakh-Lake mit dem Mt. Adams - ein anderer war heute. Und meist entwickeln sich diese zu einer echten Überraschung.

Heute früh nahmen wir uns noch etwas Zeit, telefonierten beim Frühstück per Facetime in die Heimat und machten das Wohnmobil für die nächste Woche fertig. Und die beiden Kleinen erkundeten noch ein wenig den Campground.



Am Vorabend entschlossen wir uns, nicht zum nächsten See, dem Medicine Lake, zu fahren, sondern zunächst die Lava Beds aufzusuchen.
Der Medicine Lake ist ein See auf dem eigentlich größten Vulkan der Cascade Range - dem Medicine Volcano. Groß jedoch nicht im Sinne von Höhe  (nur 1500 m), sondern bezogen auf die Fläche. Er ist ein seit 500 000 Jahren bestehender Schildvulkan, der nicht explosiv ausbricht, sondern von Zeit zu Zeit Lava aus kleinen Kratern an die Oberfläche fördert und dadurch an Fläche gewinnt. Und die "Lava Beds" sind die Reste eines dieser Ströme von vor ca. 10000 Jahren mit unzähligen Höhlen, welche durch das Fließen der Lava entstanden.
Nachdem wir gegen Mittag dann endlich losfuhren, verließen wir nach kurzer Zeit Oregon und erreichten Kalifornien.



Und kurze Zeit später die Überreste des Tule Lake - jetzt fast nur noch ein Sumpf - für Ornithologen bestimmt ein Paradies :)


Die Landschaft änderte sich zusehends - kaum hohe Berge, dafür eher "Steppe" und am Horizont die breite Erhebung des Schildvulkans (links auf dem Bild).





Und dann kamen wir im. Nationalpark an und sahen auch sofort die Überreste des Lavastroms.
Wir beschlossen direkt zum nahegelegenen Campground zu fahren und uns dort einen Platz zu sichern. Und da es fast 40°C im Schatten waren, ließ Nadine zunächst erstmal Wasser ins kleine Schlauchboot und Greta + Gustav konnten sich abkühlen.






Danach ging es zum Visitor Center und wir fragten nach, ob es Höhlen gibt, die auch für die Kleinen machbar sind. Die gab es und 2 davon suchten wir auf. Eine war beleuchtet und voll mit Erklärungen - wir liefen den Weg dort komplett, trugen die beiden natürlich die meiste Zeit. Und wenn wir sie kurz laufen ließen, was wirklich kein Problem war, da es ja beleuchtet war und gepflastert, hatten sie ihren Spaß. Dennoch - Gustav, der kleine Bruchpilot, fiel natürlich auch prompt am Ende des Weges hin. Aber alles halb so wild - nix passiert  Die Höhlen, wie sie entstanden und was für Formationen sie bieten sind so faszinierend, dass wir und fast schon ärgern , nur einen Tag dazusein.



Die zweite Höhle erkundeten wir nur am Anfang - ohne vernünftige Lampen wäre dies nicht machbar gewesen (die lagen blöderweise noch im WoMo). Aber auch am Anfang der Höhle war es angenehm kühl und Greta zeigte beim Rückweg der zweiten Höhle ihre Kletterkunst.




Zurück am Campground gab es Abendbrot - und wir hatten kurzfristig einen kleinen Gast :)



Am Abend hatte Gustav dann seinen ersten längeren Wutanfall, er durfte nicht mit dem Fieberthermometer spielen. Ganz schlimm, sowas :) Aber um solche Momenten kommt man wohl nie herum :) Und Greta, die eigentliche Kletterkünstlerin, stürzte 2x aus dem Bett - aber auch hier, wie so oft, alles gut.

Nachdem dann beide um 9 einschliefen, saßen wir nun 2 h draußen und genossen die Natur. Hier ist alles, was man braucht - Sternenhimmel, zirpende Grillen, ansonsten absolute Ruhe - kurzum, absolut entspannend. Manchmal sind die ungeplanten Tage echt mit die besten...

Sonntag, 27. August 2017

Tag 19 - Ruhetag

Auch wenn dieser Campingplatz hier nicht gerade der schönste auf der Route ist, für die nächsten 2 Nächte aber nichts gebucht ist, waren wir der letzte Nacht der Meinung, dass wir und einen Tag Auszeit nehmen. So ging es zumindest für die älteren Semester :) erst um 3 ins Bett - nun gut, die Quittung kam früh um 8. Aber da sie mehr oder weniger vergnügt im Bett spielten und Nadine auch einmal als Sitzbank umfunktionierten, um aus dem Fenster zu schauen, wurde dann erst gegen 10 richtig gefrühstückt.



Nach einem langen Mittagsschlaf der beiden ging es dann in den Pool des Campgrounds und Gustav fand wie immer Gefallen am Wasser und der dortigen Windmühle.




Im Anschluss galt es dann, Vorräte aufzustocken - natürlich im Walmart und bei Sonnenuntergang wurde später der Spielplatz des Campgrounds genauer begutachtet. Danach gings ins Bett für die beiden, was heute eine anstrengende Aufgabe war - vlt lag es am ausgedehnten Mittagsschlaf :)



Und das wars auch schon für diesen Tag. Im Moment wird der Blog bearbeitet und die Einträge der letzten Woche sehen nun besser aus. Fehlen nur immer noch die Bilder von Tag 5-8 -wird noch :)